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Radweg Berlin – Usedom

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Technik

Mein Rad ist ein Transterra Alfine, auch von Steppenwolf, die Qualität ist hervorragend, hatte bisher (fast) keinen Grund zu Klage. Leider liege ich oberhalb des deutschen Normgewichtes, so dass beim Fahren mit Gepäck schon mal eine Speiche knackte. Das war ein Riesenmanko, denn obwohl als Trekkingbike ausgewiesen, wurde von Shimano eine 32-Loch-Nabe, statt der sonst üblichen 36er verbaut. Aus Kulanz haben der BIKE Market Rostock und Steppenwolf das Rad auf eine stabilere Felge umgespeicht. Seit dem scheint das Problem aus der Welt zu sein.

Die Schaltung des Neuen ist eine 8-Gang-Alfine, die Sportversion der Nexus-8. Für die 14-Gang-Rohloff hatte es nicht gereicht 😉 An meinem Rad ist ein zusätzliches zweites Kettenblatt montiert, die Schaltung heißt dann Alfine 2×8. Wegen der großen Überlappung beider Bereiche hat man effektiv etwa 4 Schnellgänge mehr zur Verfügung (1+8 entspricht in etwa 2+5). Ist gut, wenn man sehr schnell sein will. Ich benutze das nur selten, mit der Standardausstattung kommt man im 8. Gang mit fast 30 km/h voran. Im ersten schafft man gerade noch eine 12%-Steigung, ausreichend für uns Flachlandtiroler. Die Alfine schaltet präzise und ohne zu zögern, im Stand und unter Last. Kein Geratter, wie bei einer Kettenschaltung, keine Probleme mit Dreck.

Die Ausstattung ist komplett: Automatik-Beleuchtung, Gepäckträger (bis 40kg), gekapselte Kette (Chainglider), Ergon-Griffe und Magura HS33. Diese hydraulische Felgenbremse ist ein Traum: kraftvoll, trotzdem sehr fein dosierbar und neigt nicht zum Quietschen, wie meine Scheibenbremse vom selben Hersteller. Bei der Beleuchtung (LUMOTEC IQ Fly senso plus) sieht man den Fortschritt in der LED-Entwicklung: taghelle und großflächige Ausleuchtung, kein Vergleich mit einer Halogen-Funzel.
Als Sattel hatte Peter einen SQ-Lab 604 empfohlen. Man sitzt hauptsächlich auf den Beckenknochen, so gibt’s kein Taubheitsgefühl mehr. Die schmale lange Sattelnase verhindert ein „Abschnüren“ der Oberschenkel. Die Sättel gibt es in verschiedenen Breiten, man wird vorher mit Wellpappe ausgemessen. An das Sitzen gewöhnt man sich schnell, man muss etwas üben und der Sattel muss perfekt ausgerichtet sein, um die richtige Position zu finden.
Bei allen Preisen der Einzelkomponenten frage ich mich: Wie kann man andernorts ein Angebotsrad für 149,- Euro verkaufen?

Ein Kommentar

  1. Ich muss zugeben, dass ich ein Fan von solchen Erfahrungsberichten bin und es immer schätze, wenn man erfährt, WAS jemand genutzt hat. So hast du hier die verwendeten, ich sag mal, Komponenten gut beschrieben und einige valide Punkte gebracht. Speziell beim Sattel kann ich nur zustimmen – Eingewöhnung ja, aber dann ist es ziemlich gut. Ich weiß gar nicht, ob man hier noch von einem Sattel sprechen kann oder schon von einem Medizinprodukt, so wie er das Radfahren verändert.

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